Zeichen des Zusammenhalts
Neujahrsempfang des Flecken Eime mit Ehrungen gut besucht/ Gast-Vortrag als „Schmankerl“
Mit dem 14. Neujahrsempfang startete der Flecken Eime ins noch junge Jahr 2026. Das Interesse an der Veranstaltung war groß, die Mehrzweckhalle an der Hauptstraße gut gefüllt. Zur Begrüßung gab es für alle ein Glas Sekt oder Saft zum Anstoßen, bevor das Programm startete. Pünktlich um 16 Uhr ergriff Bürgermeister Jörg Stichnoth das Wort und begrüßte alle Anwesenden, darunter Ehrenortsbürgermeister Hartmut Fischer, Samtgemeindebürgermeister Volker Senftleben sowie den Ersten Samtgemeinderat Thomas Mensing, Landtagsabgeordnete Andrea Prell und alle Neubürgerinnen und -bürger.
Der Neujahrsempfang ist laut Stichnoth ein „Zeichen des Zusammenhalts“ – und genau dieser Zusammenhalt sei im Flecken ganz besonders ausgeprägt. „Wir dürfen stolz sein auf unsere intakte Vereinslandschaft“, einige Fortschritte in den Bereichen Infrastruktur, Naherholung und Nachhaltigkeit erzielt werden. Als bedeutsame Ereignisse nannte er die
Vorstellung des neuen Hochwasserschutzkonzepts, die Neueröffnung des Heimatmuseums und das Jubiläum des Freibad-Fördervereins.
Der Flecken Eime werde weiterhin ein Auge darauf haben, „Plätze der Begegnung“ wie Spielplätze auf dem laufenden Stand zu halten. Auf der Agenda stehen fürs kommende Jahr außerdem die Kanalsanierung in Deilmissen, Deckschichtsanierungen in Deinsen und die kostenaufwändige Renovierung der Eimer Turnhalle. Begegnungen zu fördern, ist dem Bürgermeister selbst ein großes Anliegen. Er appellierte an die Anwesenden, miteinander zu sprechen – „auf Augenhöhe und respektvoll.“
Chance auf Veränderung

Als „kleines Schmankerl“ bezeichnete Stichnoth den Vortrag der beiden Deinser Bürger Katharina und Andres Stucke zum Thema „Klimaschutz im ländlichen Raum“. Aus Zeitgründen fokussierten sich die Senior-Referentin beim Nabu und der Geoökologe auf den Aspekt der erneuerbaren Energien. Zügig, aber dennoch umfangreich und verständlich stellten sie die Inhalte vor. Der Abtransport von Böden, beispielsweise in Form von Staub, betreffe Eime mit seinen guten, durchwässerten Böden derzeit noch nicht, könne in einigen Jahren jedoch zum Problem für die Landwirte werden. Prognosen sehen bis 2060 eine Klimaerwärmung bis zu 2,8 Grad – laut wissenschaftlichen Erkenntnissen könnte es noch deutlich wärmer werden. „In bestimmten Bereichen ist der Zug bereits abgefahren“, musste Andres Stucke feststellen, dort sei „der Puffer verbraucht“. An anderer Stelle gebe es jedoch noch Möglichkeiten, etwas zu verändern – beispielsweise, indem im Rahmen der Energiewende erneuerbare Energien fossile Brennstoffe ersetzen. In den vergangenen mehr als 30 Jahren habe sich das System massiv verändert, der Prozess ist laut Katharina Stucke jedoch noch nicht abgeschlossen. Hier stehen Kommunen einer großen Herausforderung gegenüber, weil dort erneuerbare Energien erzeugt werden. Der „soziale Sprengstoff“, der damit zusammenhängend oft entsteht, dürfe die Gesellschaft nicht zerreißen. Große Prozesse seien dann besonders erfolgreich, wenn die Bürgerschaft frühzeitig beratend und finanziell einbezogen wird. „Klimaschutz wird nicht in Berlin gemacht – Klimaschutz wird vor Ort gemacht“, schloss die Klima-Referentin den informativen Vortrag ab.
Ehrungen
Gerne nahm Stichnoth zum krönenden Finale noch einige Ehrungen vor: Aus dem KKS Eime-Dunsen wurden Sophie Uta (Verbandsmeisterin Luftgewehr Jugend) und Bente Schütte (Verbandsmeister Luftpistole Jugend) geehrt. Stichnoth dankte Silvia Martin vom STC Eime, die sich seit mehr als 40 Jahren bei den „Jazz-Cats“ engagiert. Gleichzeitig gratulierte er den Tischtennis Damen des STC zum Aufstieg in die Bezirksoberliga. Als Hobby-Musiker war es Bürgermeister Jörg Stichnoth zudem eine besondere Freude, Silvia Reif für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit und ihr Engagement im Spielmannszug und Flötenorchester Eime zu ehren.

Text und Bild von Katja Hormann (LDZ)
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